Die Rotkreuzbewegung

Die Rotkreuzbewegung

Die internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ruht auf drei Pfeilern:
1. das Internationale Komitee vom Roten Kreuz
2. die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften
3. die nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften.
Diese Organisationen treffen sich alle vier Jahre zu einer internationalen Konferenz des Roten Kreuzes, der höchsten beratenden Autorität. Ebenfalls anwesend an dieser Konferenz sind die Unterzeichnerstaaten der Genfer Konvention.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK)

Das IKRK verfolgt eine ausschliesslich humanitäre Mission, nämlich den Schutz des Lebens und der Würde von Opfern von Kriegen und innerstaatlicher Gewalt sowie ihre Unterstützung.
In Konfliktsituationen leitet und koordiniert es die internationalen Hilfstätigkeiten der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Darüber hinaus engagiert es sich für die Verhinderung von menschlichem Leid durch die Förderung und Stärkung des humanitären Völkerrechts und seiner Grundsätze. Das IKRK wurde 1863 ins Leben gerufen und ist das Gründungsorgan der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung.


Die hautpsächlichen und zu allen Zeiten ausgeübten Aktivitäten sind:

  • Die Grundprinzipien des Roten Kreuzes garantieren
  • Die Entwicklung von internationalen humanitären Konventionen
  • Die Anerkennung von neuen nationalen Gesellschaften
  • Die Übertragung und Organisation von Hilfeleistung
  • Das Betreiben einer Suchzentrale
  • Die Vorbereitung von Sanitätspersonal auf allfällige Konflikte

In Kriegszeiten, bei Konflikten oder Unruhen:

  • Die Anwendung der Konvention sicherstellen
  • Die Verbesserung der Lage der Gefangenen
  • Das Organisieren von Besuchen in Lagern und Berichterstattung an die beteiligten Regierungen
  • Das Organisieren und die Betreibung einer Suchzentrale
  • Das Organisieren von Botschaftsaustausch zwischen der Zivilbevölkerung und Soldaten
  • Hilfe leisten für Kriegsopfer (Lebensmittel, Medikamente, Kleider, Bücher)

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK)

Das Schweizerische Rote Kreuz wurde 1866 vom Bundesrat Jakob Dubs und dem General Dufour gegründet. Es ist das älteste Hilfswerk und auch das grösste im Land, mit insgesamt 30 Mitgliederorganisationen und 7 Institutionen. Zusammengerechnet zählen diese Einheiten rund 490’000 Mitglieder und 4’400 Mitarbeiter, die sich 2’400 Vollzeitstellen teilen. Fast 50’000 Freiwillige (Stand 2007) unterstützen die Organisationen des SRK.


Durch seine Mitgliederorganisationen und seinen Sitz, entfaltet das SRK seine Aktivität in vier Einsatzbereichen:

  • Rettung und Hilfe im Katastrophenfall
  • In der Pflege und der Gesundheitsförderung
  • Integration und Migration
  • Sozialarbeit und Familienhilfe

Das oberste Organ des SRK ist die Generalversammlung des Roten Kreuzes, die sich zusammensetzt aus:

Den 24 Regionalverbände des SRK, welche die Nationale Konferenz der Kantonalen Rotkreuz-Verbände bilden (KV-RK)Ein Exekutivkommittee (EK-NKKV) und ein nationales Sekretariat  garantieren die Koordination zwischen den Regionalverbänden.


Die Institutionen des SRK sind:

  • Die humanitäre Stiftung SRK
  • Der Blutspendedienst des SRK
  • Das Lindenhof-Spital und die Lindenhofschule
  • Das Kompetenzzentrum für Rettungswesen

Die Korporativmitglieder des SRK sind:

  • Der Schweizerische Militärsanitäts-Verbund (SMSV)
  • Der Schweizerischer Samariterbund (SSB)
  • Die Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft (SLRG)
  • Die Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega)
  • Der Schweizerische Verein für Such- und Rettungshunde (REDOG)

Auf der Ebene der Westschweiz sind die Kantonalen Verbände zusammengefasst in die ‚Conférence régionale des sections romandes et tessinoise (CORESEC)‘, welche ohne ein offizielles Organ des SRK zu sein, dennoch eine wichtige Plattform darstellt für den Austausch der westschweizer Kantone (Koordination der Spendenaufrufe, Informationsaustausch, Vorbereitung von Diskussionen auf nationaler Ebene u. ä. m.) Seit 2002 obliegt die Vorstandschaft dieser Konferenz dem Freiburgischen Roten Kreuz.

Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften

Die internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften ist die grösste humanitäre Organisation der Welt. Sie zählt 191 nationale Gesellschaften und geniesst die Unterstützung von 100 Millionen von Freiwilligen und Mitgliedern auf der ganzen Welt.

Gemäss den Grundsätzen der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung leitet, fördert und unterstützt die internationale Föderation alle von den nationalen Gesellschaften durchgeführten humanitären Tätigkeiten mit dem Zweck, die Lebensumstände der Schwächsten zu verbessern.


Die Aktionen der Organisation ist  durch die sieben Grundprinzipien geleitet:

  • Menschlichkeit
  • Unparteilichkeit
  • Neutralität
  • Unhabhängigkeit
  • Freiwilligkeit
  • Einheit
  • Universalität

Die hauptsächlichen und zu allen Zeiten ausgeübten Aktivitäten sind:

  • Ermutigung und Begünstigung des Aufbaus und der Entwicklung einer nationalen Gesellschaft
  • Funktion eines permanenten Bindeglieds zwischen den nationalen Gesellschaften, sowie ein Organ sein für Koordination und Studien
  • Das Koordinieren, zusammen mit den nationalen Gesellschaften, in allen Bereichen ihrer Aktivitäten, insbesondere im Hinblick auf die Verbesserung der Gesundheitssituation und der Vorbeugung von Krankheiten
  • Das Übernehmen der Organisation und Koordination von erster Nothilfe für Opfer von Naturkatastrophen und für Flüchtlinge
  • Die Beaufsichtigung der Entwicklung der Kommunikationsmittel, der Rekrutierung von Mitgliedern und Spendenaufrufen

Die nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften

Die über 185 nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (Stand 2008) setzen die Ziele und Grundsätze der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegungen in den jeweiligen Ländern um. Sie unterstützen die Behörden bei der Bewältigung humanitärer Aufgaben und erbringen dabei eine breite Palette von Leistungen, angefangen bei der Katastrophenhilfe über Gesundheitsdienstleistungen bis hin zur sozialen Hilfe. Bei bewaffneten Auseinandersetzungen erbringen sie Hilfeleistungen für die betroffene Zivilbevölkerung und unterstützen gegebenenfalls die militärischen Sanitätsdienste.

  • Hilfeleistung für Opfer von Naturkatastrophen
  • Krankheiten vorbeugen und die Gesundheit verbessern
  • Pflegepersonal ausbilden, sowie Sanitäter und andere Helfer
  • Der Jugend Werte wie den Schutz des Lebens, die Gesundheit sowie gegenseitigen Unterstützung und internationaler Freundschaft vermitteln

In Kriegszeiten, bei Konflikten und Unruhen:

  • Militärische Hilfsdienste leisten, indem sie Verletzten und Kranken der Armeen medizinische Versorgung zukommen lässt.
  • Beistand für zivile Gefangene und Internierte
  • Organisieren des Übertragens von zivilen Nachrichten

Kontakt


IKRK
Internationales Komitee des Roten Kreuzes
19 Avenue de la paix
1202 Genf

T +41 22 734 60 01
F +41 22 733 20 57
www.cicr.org


Internationale Föderation des Rotkreuzgesellschaften
und Rothalbmondgesellschaften
Postfach 372
1211 Genf 19

www.ifrc.org


Schweizerisches Rotes Kreuz
Rainmattstrasse 11
3001 Bern

www.redcross.ch